Donnerstag, 21. Mai 2015

Die Weisheit der Bienen

Die meisten von uns verwenden es jeden Tag zum Frühstück ohne groß darüber nachzudenken, wieviel Arbeit denn eigentlich darin steckt. Die Rede ist von Honig. Ein Nahrungsmittel, das meiner Meinung nach, viel zu selbstverständlich genommen wird. Viele halten ein Glas Honig, das fünf Euro kostet für zu teuer. Schaut man sich aber mal an, wieviel Aufwand dahinter steckt, kann man seine Meinung leicht ändern.
Ein schönes Buch zu diesem Thema ist das Werk "Die Weisheit der Bienen" von Jack Mingo.






Schauen wir doch mal auf den Klappentext:

"
More than honey.
In den letzten Jahren ist die Biene immer mehr zu einem Indikator für den Gesundheitszustand der Umwelt geworden. Denn Bienen tragen mehr zu unserem Wohlergehen bei, als jedes andere Lebewesen.
Jack Mingo erzählt, warum sie die besten Haustiere sind und weiß mit vielen überraschenden Fakten zu unterhalten:

- Eine Biene produziert im Laufe ihres Lebens 1-2 Teelöffel Honig
- Bienenpelze laden sich beim Reiben an Artgenossen elektrostatisch auf
- Bienen haben einen in der Krone, sobald sie an vergorenen Früchten naschen
- Auch Bienen leiden unter Haarausfall
- Bienen können Elefanten abwehren
                                                                                                                                                       "

Mit einem Vorwort von Sarah Wiener schildert der Autor auf 223 Seiten die vielfältige Welt der, völlig zu Unrecht unterschätzten, Bienen. Hier eine kleine Auswahl der verschiedenen Kapitel:

- Honig ist nicht "Bienenkotze"
- In der Drehung liegt die Wahrheit
- Fünf Augen sehen mehr als zwei
- Sympathie für Sechsfüßler
-...

Das Buch enthält so viele neue Informationen, dass es richtig Freude bereitet es zu lesen. Oder wusstet ihr schon, dass erwachsene Bienen in einem Bienenstock einen Ton von etwa 190 Schwingungen pro Sekunde erzeugen? Oder wie das bienentaktische Vorgehen bei Eindringlingen aussieht? Und wahrscheinlich seid ihr genauso erstaunt wie ich, wenn ich euch jetzt erzähle, dass Bienengehirne zwar winzig klein sind, sie aber trotzdem eine Million Gehirnzellen umfassen.
Außerdem hab ich gelernt was ein Melissopalynologe ist...na gut ich verrat´s euch- das ist ein Wissenschaftler, der den Ursprung einer Honigsorte prüft, indem er die darin enthaltenen Pollen analysiert.

Ich geb ja zu, dass ich bevor ich dieses Buch gelesen habe, die Arbeit der kleinen Tierchen gründlich unterschätzt habe. Und so geht es wahrscheinlich jedem von uns. Immerhin bekommen die kleinen Kerlchen es hin, dass Sommer wie Winter im Bienenstock immer eine Temperatur von 34 Grad herrscht. Und auch wenn es noch so lecker ist- Bienen liefern uns so viel mehr, als "nur" Honig. Bienenwachs ist ein richtiges Allroundtalent, zum Beispiel:

- in Kaugummi
- als Überzug für Käse, um diesen vor dem Austrocknen zu schützen
- als Glasur für Süßwaren, z.B. für Geleebohnen und Gummibärchen
- für Knochenwachs, ein steriles Gemisch mit Vaseline zum Stillen von Blutungen an Knochenbruchkanten während Operationen
- in Lippenbalsam, Bartwachs und Schuhpolitur
-...

Vielleicht denkt ihr ja jetzt ein wenig anders, wenn ihr das nächste mal eine Biene in eurer Wohnung habt. Geleitet sie lieber wieder aus dem Fenster, sie könnte für euer nächstes Honigbrötchen verantwortlich sein ;-)

Bestellen könnt ihr das tolle Buch, erschienen im Riemann Verlag mit der ISBN 978-3-570-50180-1 für 17,99€ unter anderem HIER auf der Verlagswebsite.

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