Sonntag, 31. Mai 2015

Einmal um die Welt bitte...

So eine Weltreise wäre doch was, oder? Aber bitte nicht in 80 Tagen, da möchte ich doch lieber mehr Zeit haben, lieber in 80 Gerichten. Denn von National Geographic ist wiedermal ein tolles Buch erschienen, dass nicht nur den Reiselustigen, sondern auch den Genussmenschen unter uns schöne Momente bietet. "In 80 Gerichten um die Welt" heißt das Werk von David Loftus mit einem Vorwort von keinem Geringeren als Jamie Oliver.



Zuerst zum Klappentext:

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Picknick in Paris, Chutney in Bombay, ein Drink in Singapur: Auf den Spuren von Jules Vernes Klassiker "In 80 Tagen um die Welt" lädt dieses Kochbuch zu einer außergewöhnlichen Genussreise ein. Von London über den Nahen Osten, Asien, Amerika und wieder zurück nach Europa führt es zu kulinarischen Schätzen aus aller Welt. Food- Fotograf David Loftus, der seit Langem die Bilder für Jamie Olivers Kult- Kochbücher macht, hat 80 Lieblingsrezepte von befreundeten Starköchen zusammengetragen. Großartig fotografiert und illustriert, ist dieser Band auch ein optischer Hochgenuss. Jeder, der Essen und Reisen liebt, kommt hier auf seine Kosten: mit Meeresfrüchte- Risotto á la Jamie, Beef Back Ribs auf Asiatisch oder Mollys göttlichem Apfelkuchen. Am liebsten möchte man sofort draufloskochen, um alle 80 köstlichen Gerichte zu probieren- und wie Jules Vernes Abenteurer Phileas Fogg haben wir keine Zeit zu verlieren!
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Tatsächlich ist es vor allem die Optik, die mich an diesem Buch so fasziniert. Das Buch ist sehr aufwendig und hochwertig verarbeitet und die Bandarole gibt dem Leser einen kleinen Vorgeschmack, welche grandiosen Köche ihre Rezepte beigesteuert haben.
Es hat viele großartige Fotos, die das ohnehin schon lecker anmutende Essen noch zauberhafter aussehen lassen. Der Stil ist etwas in die Oldschool Richtung, aber das meine ich vollkommen positiv und es passt auch sehr gut dazu. So findet ihr zum Beispiel auf den inneren Umschlagseiten eine abgedruckte, große, alte Weltkarte und auch in dem Buch selbst finden sich kleine Besonderheiten, wie Bilder alter Briefmarken oder Schwarz- Weiß- Fotos wieder.



Das Buch an sich ist in 8 große Kapitel aufgeteilt. Unsere kulinarische Weltreise startet in London mit einem Frühstück im Reform Club. Es gibt unter anderem eine fantastische Rhabarber- Stachelbeer- Charlotte, die ihr unbedingt mal probieren müsst.
Mit einem Picknick in Paris geht es dann in Europa weiter. Rezepte, wie Danyels gefüllter Camembert und Gennaros Graupen- Bohnen- Suppe sind dann hier zu finden.
Weiter geht es nach Ägypten und den Nahen Osten. Hier warten Ägyptische Linsensuppe, Frische Feigen mit heißem Espresso- Sirup und ein klassisches Ful Mudammas darauf von euch gekocht zu werden.
Auch das nächste Kapitel, Indien, muss sich mit Rezepten, wie Boti Kebabs, Gewürzkeksen, Bengalischen Garnelen oder Sybils Kuchen mit Wodka, Orangen und Kaschmir- Chili nicht verstecken.
Wan Tans in würziger Brühe, Vietnamesische Frühlingsrollen oder Süße Entenkeulen mit Sternanis gibt es dann im Kapitel Asien und der Orient zu bestaunen.
Angekommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten heißt es dann Kirsch- Mandel- Kuchen, Hackbraten mit Tomatenchutney oder Bourbon Pecan Pie auf unsere Teller.
Bei unserer anschließenden Atlantiküberquerung können wir uns dann mit Leckereien, wie Jüdisches Penicillin, Omelett Arnold Bennett oder Hering mit Kartoffeln auf schwedische Art stärken.
Last but not least, kommen wir im letzten Kapitel endlich wieder im zauberhaften Großbritannien an und erfreuen uns an Arme- Leute- Toast mit Schokocréme, Miesmuscheln in Guiness oder einem gut gekühlten Bellini- Cocktail.

Aus dem Kapitel Amerika hab ich euch einen puristischen, aber leckeren Liebstöckel- Burger mitgebracht. Wundert euch nicht, dass mein Burger auf dem Foto noch mit etwas Gemüse und Käse aufgepimpt worden ist, es ist nämlich gar nicht so leicht einem Mann einen Burger ohne Käse schmackhaft zu machen ;-)

Für 4 Personen oder einen Vielfraß benötigt ihr:

- 4 Knoblauchzehen, grob gehackt
- Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 8 Liebstöckelblätter, grob gehackt
- 800g Bio- Rinderhackfleisch
- Focaccia ( italienisches Fladenbrot)
- gegrillte Zwiebeln
- Dijon- Senf
- einige Rucolablätter

Zuerst den Knoblauch mit etwas Salz und den Liebstöckelblättern in einem Mörser zerstoßen. Dann das Hackfleisch in eine Schüssel geben und die Liebstöckel- Mischung unterkneten. Großzügig mit Salz und Pfeffer würzen. Masse nun in vier etwa gleichgroße Teile teilen und die Frikadellen etwa 5 Minuten von jeder Seite braten oder grillen, wenn ihr einen medium gebratenen Burger haben wollt. In der Zwischenzeit das Brot in Scheiben schneiden und ein wenig antoasten. Jetzt einfach den Burger schichten und nach Lust und Laune mit Dijon- Senf und Zwiebeln, sowie Rucola garnieren.
Einfach, schnell und superlecker!



Kaufen könnt ihr das Buch erschienen im Piper Verlag mit der ISBN 978-3-86690-311-1 für 29,95€ unter anderem HIER auf der Verlagswebsite. Eine schöne Geschenkidee, ob für euch selbst oder jemand anderen ist euch überlassen ;-)

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